Unsichtbares Gold unter dem Meer

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Japan hat einen perfekten Ort für eine kommerzielle Unterwasser-Goldmine gefunden. Zumindest denken das die Wissenschaftler.

Ob sie es abbauen sollten? Da beginnt das Geschrei.

Tief vor der Südostküste, in einem überfluteten Vulkankrater, schmiedet die Natur in Rekordgeschwindigkeit Gold. Schwarze Raucherschlote und hydrothermale Mumps spucken das Zeug aus. Aber hier ist die Wendung: Das meiste davon ist unsichtbar.

Du kannst es nicht mit deinen Augen sehen. Auch nicht mit einem Standardmikroskop. Das Gold ist fest im Gestein des Meeresbodens eingeschlossen, gefangen in der Chemie der Mineralien, die wir nur allzu gut kennen. Die Konzentration? Der höchste überhaupt auf der Erde.

Die goldene Täuschung des Narren

Pyrit. Eisen und Schwefel. Glänzend, irreführend und bekannt als Narrengold.

Aber der Dummkopf hatte tatsächlich recht. In dem gefälschten Zeug versteckte sich die ganze Zeit über echtes Gold.

Forscher der Shizuoka-Universität, der Wiseda-Universität und der Universität Tokeley analysierten Gesteine ​​aus den Higashi-Aogashima -Schloten. Etwa 350 Kilometer südlich von Tokio sind diese Felder seit 2015 bekannt, doch der wahre Reichtum wurde vermisst. Mithilfe der Sekundärionen-Massenspektrometrie – die empfindlich genug ist, um winzige Mengen an Spurenelementen einzufangen – fanden sie Nanopartikel. Einzelne Goldatome sind direkt in die Struktur des Minerals eingebettet.

Es ist extrem hochwertig. Versteckt vor aller Augen.

Das Geldproblem

Das ist nicht nur Science-Fiction. Im Vergleich zu anderen Tiefseezielen ist die Stelle flach. Es ist zugänglich. Reich. Japan sieht eine Mine. Die Welt sieht eine Katastrophe.

Einen kommerziellen Meeresbergbau gibt es noch nicht. Nicht wirklich. Wir versuchen immer noch herauszufinden, wie wir dieses „unsichtbare Gold“ kostengünstig und ohne den Meeresboden in Schlacke verwandeln können, gewinnen können.

Die Geschichte sagt, dass dies eine schlechte Idee ist. Schauen Sie sich Papua-Neuguinea an. Eine Firma versuchte dort eine Unterwassermine zu bauen. Es kam zu finanziellen Problemen. Es folgten Umweltproteste. Der Deal scheiterte. Das Land verlor etwa 85 Millionen Dollar. Heute drängt ihr Premierminister auf einen vollständigen Stopp des Tiefseebergbaus. Andere pazifische Staaten stimmen zu und schlagen ein Moratorium bis mindestens 2030 vor.

Japan ist anderer Meinung. Sie forschen weiter. Drücken Sie weiter. Trotz der Proteste. Trotz der Unsicherheit.

Reichtum oder Leben?

Es wurde bereits vermutet, dass die Higashi-Aogashima-Felder Rekordgold bergen. Jetzt wissen wir, dass darin noch mehr steckt, als wir dachten. Die in Scientific Reports veröffentlichte Studie erscheint nur wenige Monate, nachdem Experten gewarnt haben, dass aktive Schächte vor Bergleuten geschützt werden müssen.

Wir wissen immer noch nicht, welches Meeresleben in diesen Quellen lebt. Das Ökosystem bleibt ein Rätsel. Wir wissen nur, wo das Gold ist.

Der Pyrit in diesem Krater weist die höchste Goldkonzentration aller Zeiten auf.

Hier sind wir also. Die Technologie ist im Entstehen begriffen. Die Politik ist feindselig. Das Geld ist riesig.

Bei der Frage geht es nicht wirklich um Technik. Es geht um den Wert. Wollen wir die Reichtümer des Ozeans oder sein Leben?

Die endgültige Antwort hat noch niemand.