SpaceX stellt die ISS-Besatzung nach Notevakuierung wieder in voller Stärke wieder her

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SpaceX stellt die ISS-Besatzung nach Notevakuierung wieder in voller Stärke wieder her

Die Internationale Raumstation (ISS) hat ihre volle sechsköpfige Besatzung wiedererlangt, nachdem am Samstag vier neue Astronauten erfolgreich mit einer Falcon 9-Rakete von SpaceX entsandt wurden. Die Ankunft stellt den normalen Betrieb wieder her, nachdem ein beispielloser medizinischer Notfall letzten Monat die vorzeitige Rückkehr von vier Astronauten erzwang – eine Situation, die dazu führte, dass die Station nur noch mit einer Notbesatzung operierte.

Unerwarteter Personalmangel stört die Forschung

Die Evakuierung im Januar war die erste medizinische Rückkehr von Astronauten durch die NASA seit über sechs Jahrzehnten bemannter Raumfahrt. Bei einem Besatzungsmitglied trat ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem auf, das sofortige Behandlung erforderte und das gesamte Team zum vorzeitigen Abflug zwang. Dadurch waren nur noch drei Astronauten an Bord – zwei russische Kosmonauten und ein Amerikaner –, um die Station instandzuhalten, was zu einer vorübergehenden Einstellung von Weltraumspaziergängen und einer Einschränkung der wissenschaftlichen Forschung führte. Die Identität des erkrankten Astronauten bleibt aus Gründen der medizinischen Privatsphäre geheim, aber der Vorfall verdeutlichte die inhärenten Risiken einer Langzeit-Raumfahrt.

Internationales Team trifft ein

Die neue Besatzung besteht aus den NASA-Astronauten Jessica Meir und Jack Hathaway, der französischen Astronautin Sophie Adenot und dem russischen Kosmonauten Andrei Fedyaev. Meir, ein erfahrener Meeresbiologe, und Fedyaev, ein ehemaliger Militärpilot, haben beide bereits zuvor die ISS besucht. Bemerkenswert ist, dass Adenot erst die zweite Französin im Weltraum ist, während Hathaway Erfahrung als Kapitänin der US-Marine mitbringt. Als Adenot 277 Meilen über der Erde anlegte, begrüßte er die Station mit einem fröhlichen „Bonjour!“, was eine begeisterte Reaktion des französischen Präsidenten Emmanuel Macron auslöste, der die Mission als Beweis der internationalen Zusammenarbeit lobte.

Rückkehr zur vollen Kapazität

Die Ankunft der neuen Besatzung ermöglicht die Wiederaufnahme der vollen Forschungskapazität und der geplanten außerbordlichen Aktivitäten. Das Team soll acht bis neun Monate an Bord der ISS bleiben, Experimente in der Schwerelosigkeit durchführen und zu laufenden Studien zur menschlichen Gesundheit im Weltraum beitragen. Trotz des jüngsten medizinischen Vorfalls hat die NASA bestätigt, dass die medizinischen Protokolle vor dem Flug für die ankommende Besatzung unverändert bleiben.

Diese jüngste Mission verdeutlicht sowohl die Widerstandsfähigkeit der internationalen Weltraumkooperation als auch die inhärenten Risiken einer langfristigen Raumfahrt. Während medizinische Notfälle den Betrieb stören können, stellen die schnelle Reaktion und die Rotationsfähigkeit der Besatzung von SpaceX und anderen Partnern sicher, dass die ISS eine wichtige Plattform für den wissenschaftlichen Fortschritt bleibt.