SpaceX von Elon Musk strebt einen Börsengang an und beauftragt große Investmentbanken mit der Steuerung eines potenziellen Börsengangs (IPO), der einer der größten in der Geschichte sein könnte. Der Schritt spiegelt das wachsende Interesse der Anleger an wachstumsstarken Technologieunternehmen wider, insbesondere in den Bereichen Luft- und Raumfahrt und künstliche Intelligenz.
Bewertung und Finanzen
Berichten zufolge hat SpaceX die Bank of America, JP Morgan, Goldman Sachs und Morgan Stanley mit der Leitung des IPO-Prozesses beauftragt. Diskussionen im letzten Jahr deuteten auf eine private Bewertung von 800 Milliarden US-Dollar hin, was einer Verdoppelung gegenüber der Schätzung von 400 Milliarden US-Dollar nur wenige Monate zuvor entspricht. Berichten zufolge strebt das Unternehmen außerdem danach, durch die Börsennotierung 25 Milliarden US-Dollar einzusammeln.
Der Umsatz von SpaceX erreichte im Jahr 2023 15,5 Milliarden US-Dollar, mit erheblichen Beiträgen aus NASA-Verträgen (1,1 Milliarden US-Dollar) und seinen Satellitenstart- und Starlink-Breitbanddiensten. Dieser Wachstumskurs ist für das Vertrauen der Anleger von zentraler Bedeutung, auch wenn Musks langfristige Ambitionen für die Kolonisierung des Mars weiterhin in weiter Ferne liegen.
Timing und Marktkontext
Der Zeitpunkt des Börsengangs von SpaceX entspricht den Erwartungen eines starken Jahres für US-amerikanische Technologienotierungen. Gerüchten zufolge bereiten sich auch Unternehmen wie OpenAI (ChatGPT-Entwickler) und Anthropic auf öffentliche Angebote vor, deren Bewertungen 1 Billion USD bzw. 350 Milliarden USD erreichen. Diese „Hectocorns“ – Unternehmen mit einem Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar – werden den Appetit der Anleger auf wachstumsstarke, oft spekulative Unternehmungen auf die Probe stellen.
Anlegerstimmung und Risiken
Analysten von Saxo Capital Markets gehen davon aus, dass Investoren die Wachstumspläne von SpaceX über die schlagzeilenträchtigen Mars-Projekte hinaus genau unter die Lupe nehmen und sich stattdessen auf die Diversifizierung der Einnahmen durch orbitale Infrastruktur wie Solarparks und Rechenzentren konzentrieren werden.
Die möglichen Börsengänge stellen einen kritischen Moment für den Technologiesektor dar:
„Wenn OpenAI einen Börsengang durchführt, ist das ein Lackmustest für die gesamte Branche. Können wir wirklich einen Hut vor einem Startup ziehen? Passen die Zahlen?“
Dies deutet darauf hin, dass der Erfolg dieser Notierungen darüber entscheidet, ob die aktuellen Marktbewertungen gerechtfertigt sind oder ob eine Korrektur unmittelbar bevorsteht. Die Abhängigkeit des Aktienmarktes von der KI-Dynamik steht vor einem großen Test seiner Widerstandsfähigkeit.
SpaceX, Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley und Bank of America lehnten es ab, sich zu den IPO-Vorbereitungen zu äußern.
Fazit: Der Schritt von SpaceX in Richtung Börsengang läutet eine neue Ära für private Raumfahrtunternehmen ein. Die Bewertung und das Markttiming des Unternehmens werden als Anhaltspunkt für die breitere Technologielandschaft genau beobachtet. Der Erfolg oder Misserfolg dieser risikoreichen Notierungen wird die Wahrnehmung der Anleger in Bezug auf Wachstum, Innovation und Risiko in den kommenden Jahren verändern.




















