Blaumeisen-Beliebtheit steigt in Surrey, da RSPB eine dringende Vogelgesundheitswarnung herausgibt

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Während der Haussperling im gesamten Vereinigten Königreich den Spitzenplatz als am häufigsten erfasster Vogel einnimmt, widersetzt sich Surrey dem nationalen Trend. Nach den neuesten Erkenntnissen der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) ist die Blaumeise die am häufigsten gesichtete Art im Landkreis.

Lokale Trends vs. nationale Daten

Die jährliche Big Garden Birdwatch des RSPB – eine langjährige Umfrage, die seit den späten 1970er Jahren durchgeführt wird – liefert eine wichtige Momentaufnahme der Vogelpopulationen. Landesweit identifizierte die Studie den Haussperling, die Blaumeise und den Star als die drei häufigsten Vögel.

Das lokale Ökosystem von Surrey weist jedoch eine andere Hierarchie auf:
Surrey: Die Blaumeise führt, gefolgt von der Waldtaube und dem Haussperling.
Kent und West Sussex: Der Haussperling, die Blaumeise und der Star belegen die Spitzenplätze.
East Sussex: Der Haussperling, die Blaumeise und die Ringeltaube sind die häufigsten Besucher.

Diese Variationen verdeutlichen, wie lokale Umgebungen und Lebensräume selbst in relativ nahegelegenen geografischen Gebieten unterschiedliche Muster in den Vogelpopulationen hervorrufen können.

Eine kritische Warnung: Die Bedrohung durch Trichomonose

Neben diesen Bestandserkenntnissen hat das RSPB rechtzeitig einen Appell an die Öffentlichkeit hinsichtlich der Fütterung von Gartenvögeln gerichtet. Um gefährdete Arten zu schützen, rät die Wohltätigkeitsorganisation Gärtnern, zwischen Mai und Ende Oktober keine Samen oder Nüsse bereitzustellen.

Der Hauptgrund für diese Einschränkung ist die Ausbreitung der Trichomonose, einer parasitären Krankheit, die sich auf den Mund, die Kehle und den oberen Verdauungstrakt von Vögeln auswirkt.

Warum das für die Vogelgesundheit wichtig ist:

  • Physische Auswirkungen: Der Parasit macht es Vögeln immer schwerer zu fressen, zu trinken oder zu atmen.
  • Gezielte Arten: Während es verschiedene Vögel befällt, ist es für Grünfinken und Buchfinken besonders verheerend.
  • Bevölkerungsrückgang: Langzeitdaten der Big Garden Birdwatch zeigen einen erheblichen Rückgang sowohl der Singdrossel- als auch der Grünfinkenzahlen, ein Trend, den Naturschützer genau beobachten.

Wie Gärtner helfen können

Um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen und Erhaltungsbemühungen zu unterstützen, empfiehlt das RSPB zwei spezifische Maßnahmen für Vogelliebhaber:

  1. Pause Feeding: Avoid putting out seeds and nuts during the summer months to help stem the spread of the parasite.
  2. Sorgen Sie für sauberes Wasser: Wenn Sie Wasser für Vögel bereitstellen, insbesondere bei heißem Wetter, wechseln Sie es täglich. Die Krankheit kann in stehenden Gewässern fortbestehen, sodass frische, saubere Quellen überlebenswichtig sind.

„Das gibt uns wichtige Informationen über den Naturschutz, den wir durchführen müssen“, erklärte RSPB-Sprecher Martin Fowlee und betonte den Wert dieser bürgerwissenschaftlichen Beobachtungen.


Schlussfolgerung
Während die Blaumeisenpopulationen in Surrey weiterhin robust sind, warnt das RSPB, dass saisonale Ernährungsgewohnheiten unbeabsichtigt zur Verbreitung von Trichomonose führen könnten. Durch die Anpassung der Fütterungs- und Bewässerungspraktiken im Sommer können Gärtner einen wichtigen Beitrag zum Schutz rückläufiger Arten wie dem Grünfink leisten.