Kongress überstimmt Trump und genehmigt 24,4 Milliarden US-Dollar für die NASA im Jahr 2026

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Der Kongress hat sich den von der Trump-Regierung vorgeschlagenen Kürzungen für die NASA widersetzt und ein Budget von 24,4 Milliarden US-Dollar für die Agentur im Geschäftsjahr 2026 genehmigt. Dies stellt eine deutliche Umkehrung des ursprünglichen Antrags des Weißen Hauses von nur 18,8 Milliarden US-Dollar dar – eine Kürzung um 24 % gegenüber dem Vorjahr. Der Schritt unterstreicht die anhaltende Spannung zwischen den Haushaltsprioritäten der Exekutive und der Kontrolle der Bundesausgaben durch den Kongress, insbesondere in hochkarätigen Wissenschafts- und Technologiesektoren.

Weißes Haus vs. Kongress: Ein Konflikt um Prioritäten

Der Haushaltsvorschlag der Trump-Regierung sah tiefgreifende Kürzungen bei der gesamten NASA vor, insbesondere bei ihren Wissenschaftsprogrammen. Für diese Programme wurde eine Kürzung um 75 % vorgeschlagen, wobei die Finanzierung auf 3,9 Milliarden US-Dollar gekürzt wurde. Dieser Ansatz signalisierte eine Abkehr von der rein wissenschaftlichen Forschung zugunsten möglicherweise stärker kommerziell ausgerichteter Weltrauminitiativen. Allerdings lehnte der Kongress, der die Exekutivgewalt kontrollieren wollte, diese Kürzungen rundweg ab.

Wissenschaftsfinanzierung wiederhergestellt: Schlüsselmissionen sichern Unterstützung

Mit dem genehmigten Budget werden erhebliche Mittel für das Wissenschaftsportfolio der NASA wiederhergestellt und 7,25 Milliarden US-Dollar bereitgestellt – weit entfernt von den von der Regierung vorgeschlagenen Kürzungen. Dazu gehört:

  • 500 Millionen US-Dollar für die Dragonfly-Mission, ein Drehflügler, der im Jahr 2028 den Saturnmond Titan auf der Suche nach präbiotischen Chemikalien erkunden soll. Titan ist insofern einzigartig, als es der einzige bekannte außerirdische Körper ist, der eine stabile Flüssigkeit auf seiner Oberfläche besitzt.
  • 300 Millionen US-Dollar für die Fertigstellung des Nancy Grace Roman Space Telescope, das dunkle Energie, Galaxien- und Sternentstehung untersuchen wird und möglicherweise im Herbst dieses Jahres in Betrieb genommen wird.

Diese Investitionen verstärken das Engagement der NASA für grundlegende wissenschaftliche Entdeckungen und unterstreichen den dauerhaften Wert, den viele Gesetzgeber der weltraumgestützten Forschung beimessen.

Mars-Probenrückgabe: Ein zurückgelassenes Programm

Trotz der allgemeinen Wiederherstellung der Finanzierung erhielt ein großes NASA-Projekt keine Unterstützung vom Kongress: die Mars Sample Return-Mission. Dieses ehrgeizige Projekt, das mit Verzögerungen und Kostenüberschreitungen zu kämpfen hat, wird im Rahmen des neuen Haushalts weiterhin nicht finanziert. Die Entscheidung wirft angesichts der steigenden Kosten und technischen Hürden Fragen zur Machbarkeit der Rückholung von Marsproben zur Erde auf.

Nächste Schritte und umfassendere Auswirkungen

Über den genehmigten Haushaltsplan wird nun sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat abgestimmt, wobei bereits in dieser und nächster Woche Maßnahmen ergriffen werden können. Im Falle einer Verabschiedung müsste Präsident Trump den Gesetzentwurf dann in Kraft setzen. Das Ergebnis stellt einen Präzedenzfall für künftige Haushaltsverhandlungen zwischen der Exekutive und dem Kongress dar und zeigt, dass selbst aggressive Finanzierungskürzungen rückgängig gemacht werden können, wenn der Gesetzgeber wissenschaftlichen Investitionen Vorrang einräumt.

Diese Außerkraftsetzung durch den Kongress ist ein klarer Hinweis darauf, dass die wissenschaftlichen Missionen der NASA auch angesichts der sich ändernden Prioritäten des Präsidenten weiterhin für die strategischen Interessen der USA von entscheidender Bedeutung sind. Die wiederhergestellten Mittel stellen die Kontinuität wichtiger Forschungsinitiativen sicher und stärken die Rolle der Agentur bei der Förderung der Weltraumforschung und wissenschaftlichen Entdeckungen.